Die 34. Schwangerschaftswoche (34. SSW)

„Welcher Monat ist es denn inzwischen?“ Die meisten Schwangeren werden mit solchen Fragen konfrontiert – und in der 34. Schwangerschaftswoche (SSW) kannst du dann stolz antworten: „Ich bin mitten im 9. Monat!“ Aber manchmal ist es doch ein bisschen nervig, wenn man dauernd auf den offensichtlich größer werdenden Bauch angesprochen wird.

Denn es gibt Zeiten während der Schwangerschaft, in denen viele Schwangere nicht zuletzt aufgrund des veränderten Hormonhaushalts gereizt auf Fragen oder Aussagen anderer Personen in ihrem Umfeld reagieren. Viele Schwangere haben teilweise das Gefühl nur noch auf ihre Schwangerschaft reduziert zu werden und als eigenständige Person vernachlässigt zu werden.

Wenn auch du das Gefühl hast, alles dreht sich nur noch um deine Schwangerschaft, obwohl du das selbst gar nicht so groß thematisieren möchtest, dann solltest du so ehrlich sein und dies persönlich deinem Umfeld mitteilen. Nur dann können deine Familienmitglieder und Freunde wissen, wie du während deiner Schwangerschaft behandelt werden möchtest und dass sie die Fragerei zu deiner Schwangerschaft in Grenzen halten sollen.


Wie in allen Lebenslagen ist auch in diesem Fall Ehrlichkeit der erfolgreichste Weg, um Missverständnisse, Spekulationen, Missstimmung und Verärgerung auf beiden Seiten zu vermeiden. Egal, ob du aus deiner Schwangerschaft ein großes Thema oder eine kleine Nebensache machen möchtest, beide Wege und auch der Mittelweg sind möglich und alles was dir guttut, ist erlaubt.

Wichtig ist, dass du deine Schwangerschaft akzeptierst und bis zum Ende der 40. Schwangerschaftswoche (SSW) auf dich und das Baby in deinem Bauch aufpasst und deine Schwangerschaft so weit es geht als etwas Wundervolles ansiehst und dies mit deinem Partner und näherem Umfeld genießt.

Ab der 34. Schwangerschaftswoche (SSW) wird der Tag der Geburt immer präsenter, weshalb es auch allmählich Zeit wird, die Tasche oder den Koffer für den Aufenthalt in der Klinik nach der Geburt zu packen.

Es bietet sich deshalb die 34. Schwangerschaftswoche (SSW) dafür an, da du in dieser Woche noch relativ fit bist und dich zum Packen motivieren kannst. Außerdem bist du dann bei einer eventuellen Frühgeburt bereits mit dem Nötigsten im Koffer oder in der Tasche gewappnet und kannst ohne etwas zu vergessen in die Geburtsklinik fahren.

 

Veränderungen des Körpers ab der 34. SSW

Dein Körper befindet sich in den letzten Phasen der Schwangerschaft, ein deutliches Zeichen dafür ist der sich nach vorne wölbende Bauchnabel und die dunklere Linie, die sogenannte Linea nigra, die über den Bauch verläuft. Wenn die Line heller ausfällt, wie es bei manchen Schwangeren der Fall ist, dann wird diese Linie Linea alba genannt.

Ab der 34. Schwangerschaftswoche (SSW) kannst du dich über den genaueren Ablauf der Geburt informieren und zusammen mit deinem Arzt oder deiner Hebamme einen Geburtsplan aufstellen.

Dieser beinhaltet die Auflistung verschiedener Medikamente bzw. Teilanästhetika, die du im Zuge der Geburt einnehmen könntest oder möchtest, um beispielsweise die Schmerzen zu lindern. Darüber solltest du dich natürlich ausführlich von deinem Arzt aufklären lassen, bevor du eigenständig Entscheidungen diesbezüglich triffst ohne über Auswirkungen, Nebenwirkungen und Risiken Bescheid zu wissen.

Wichtig für die letzten Schwangerschaftswochen (SSW) ist, dass du nun regelmäßig Calcium oder calciumhaltige Lebensmittel zu dir nimmst, da das Ungeborene in den letzten Wochen viel Calcium für seine Entwicklung benötigt. Diesen Nährstoff gelangt über deinen Stoffwechselkreislauf durch die Nabelschnur zu deinem kleinen Baby, das sich inzwischen prächtig entwickelt. Sogar als Frühgeburt hätte ein dein kleines Baby als Frühchen gute Überlebenschancen.

 

Entwicklungen des Babys ab der 34. SSW

Der Platz in einem Bauch wird immer weniger, denn das Baby ist inzwischen schon ganze 45 cm groß und hat ein Gewicht von 2250 g, d.h. schon über 2 kg!

Wegen Platzmangel in Mamas Bauch kann es sich nur noch etwas zur Seite rollen, trotzdem ist es noch aktiv, denn es nuckelt eifrig am Daumen und tritt kräftig mit seinen Füßchen gegen die Bauchdecke. Besonders wenn du dich ausruhst oder schläfst, wird es aktiv, weil deine beruhigenden Bewegungen dann nicht auftreten, die es normalerweise in den Schlaf wiegen.

Eine weitere Entwicklung an deinem ungeborenen Kind ist, dass es nun Fingernägel und Zehennägel hat, mit denen es sich sogar schon ein bisschen kratzen kann. Dieses Kratzen hinterlässt manchmal rote Striemen im Gesicht des Babys, die man dann nach der Geburt sehen kann. Dies ist aber eine normale Erscheinung und sollte die frischgebackenen Eltern nicht verunsichern.

Auch ist es noch nicht nötig bei einem Neugeborenen die Finger- und Zehennägel zu schneiden, da dabei die Nagelhaut oder das Nagelbett verletzt werden kann. Die Nägel lösen sich meistens von allein ab oder man kann vorsichtig überschüssige Nägel vorsichtig abziehen. Bei Unsicherheit und Zweifeln solltest du schon vorab mit deinem Arzt oder deiner Hebamme darüber reden und dich aufklären lassen.

Bis es jedoch soweit ist, um sich über die Finger- und Zehennägel deines noch ungeborenen Kindes Gedanken zu machen, vergehen noch einige Wochen, in denen dein kleines Kind vor allem Calcium als wichtigen Nährstoff für seine weitere Entwicklung und besonders für die Stärkung seiner Knochen braucht. Denn starke Knochen sind äußerst wichtig für den anstrengenden Geburtsvorgang, den du und dein Kleines bald gemeinsam meistern werdet!

 

Alles rund um die Kliniktasche

Von der 34. SSW bis zur 40. SSW, also zur letzten Schwangerschaftswoche (SSW) und zum errechneten Geburtstermin, sind es zwar noch sechs Wochen, doch in manchen Fällen setzen die Vorwehen, d.h. die Wehen, die auf die Geburt vorbereiten, schon früher ein. Deshalb ist es sinnvoll, schon jetzt die Tasche für den Klinikaufenthalt oder für den Aufenthalt im Geburtshaus zu packen, um für eine spontane Fahrt in die Klinik aufgrund frühzeitiger Wehen oder anderer Komplikationen gewappnet zu sein.

Auch wenn du deine Geburt daheim planst, d.h. eine Hausgeburt möchtest, ist es sinnvoll, rechtzeitig alles parat zu halten, da nach der Geburt kaum Zeit bleibt, bestimmte Dinge für Mutter und Kind zu suchen oder zu kaufen.

 

Die Kliniktasche – ausreichend Stauraum und gut zu tragen

Doch wo kauft man so eine Kliniktasche und was gehört denn überhaupt hinein? Worauf muss man beim Kauf und Packen der Tasche achten? Schließlich fährt man nicht in den Urlaub, sondern sozusagen „zur Geburt“ des eigenen Kindes. Das bedeutet also, man muss als werdende und bald frischgebackene Mama beim Packen nicht nur an sich, sondern auch an den neuen Erdenbürger denken.

Typische Kliniktaschen findest du in den meisten Läden für Schwangerschaftsmode und -zubehör sowie in einigen Babygeschäften. Falls du weder Zeit noch Lust auf einen Einkaufstrip durch diverse Geschäfte hast, dann kannst du deine Kliniktasche natürlich auch beim Online-Versand des Online-Vertriebs deines Vertrauens in Sachen Schwangerschaft und Co. bestellen.

Ein Test der Kliniktasche ist natürlich sinnvoll, aber auch die Bewertungen anderer Käuferinnen bei einem Online-Kauf sind oft nützlich für die Kaufentscheidung. Günstige Kliniktaschen gibt es ab ca. 50,00 € zu kaufen, wobei die Preise je nach Qualität und Marke variieren können.

Selbstverständlich muss es keine neue Kliniktasche sein, sondern es kann genauso gut ein bereits vorhandener Koffer, ein Trolley oder ein Rucksack sein. Da die werdende und bald frischgebackene Mutter keine schweren Sachen während und nach der Schwangerschaft tragen soll, sollte der Vater oder die Begleitperson die Kliniktasche auf dem Weg zur Klinik und auf dem Nachhauseweg tragen.

Die Hauptsache bei einer Kliniktasche ist, dass sie genügend Platz für alle wichtigen Sachen für Mutter und Baby bietet und sich die Tasche bzw. der Koffer bzw. der Trolley leicht transportieren und tragen bzw. ziehen lässt.

 

Ich packe in meine Tasche …

Ob Tasche, Koffer, Trolley oder Rucksack – wichtig ist vor allem, was hinein gehört. Denn erst, wenn man weiß, was man vor, während und nach der Geburt des Kindes braucht und einpacken muss, kann man sich für eine passende Kliniktasche in einer dem Gepäck entsprechenden Größe entscheiden.

Je nachdem ob eine ambulante Geburt, d.h. ein kurzer Klinikaufenthalt von höchstens 2 Tagen, oder eine stationäre Geburt, ein längerer Klinikaufenthalt inklusive Wochenbett, geplant ist, benötigst du weniger bzw. mehr Sachen für den Aufenthalt. Die folgenden Gegenstände sind also nur eine allgemeine und unverbindliche Richtlinie aufbauend aus gesammelten Erfahrungen von Müttern und Hebammen. Als Unterstützung kannst du auch deine eigene Hebamme nach Ratschlägen und Tipps bezüglich deiner Kliniktasche fragen.

 

Gut versorgt: Wichtiges für die Mama

Je nachdem, ob du im Winter oder im Sommer entbindest, brauchst du zunächst einmal dementsprechend warme oder luftige bequeme Kleidung, wie zum Beispiel einen Jogginganzug, die dir im 5. oder 6. Monat noch gepasst hat. Denn nach der Geburt brauchst du wahrscheinlich keine Schwangerschaftskleidung mehr, aber normale Kleidung wird dir trotzdem noch zu eng sein.

Zur Klinik-Kleidung zählen außerdem weite Nachthemden oder alternativ Herrenhemden, die sich zum Stillen öffnen lassen, und kochfeste Slips oder Einmal-Slips für die ersten Tage nach der Geburt.

Ein Bademantel oder eine Sweatshirt-Jacke und Hausschuhe gehören ebenso in die Kliniktasche wie Stillbüstenhalter in der richtigen Größe, dafür Stilleinlagen sowie Handtücher und Waschlappen. Toilettenartikel wie Zahnbürste, -pasta, Duschzeug und die gewohnten Hautpflegeprodukte gehören selbstverständlich auch zum Sortiment.



Zum Zeitvertreib in der Klinik vor oder nach der Geburt, wenn das neugeborene Kind schläft oder untersucht wird, solltest du Bücher, Zeitschriften, MP3-Player, Tablet, Handy und die dazugehörigen Ladegeräte mit einpacken.

Falls in der Klinik Handyverbot herrscht, dann solltest du noch dein Adressbuch und Münzen für Telefonate mit Familienmitgliedern und Freunden in die Kliniktasche stecken. Falls du eine Brille oder Kontaktlinsen trägst, dann solltest du diese nicht vergessen und auch die Kontaktlinsenbehälter samt Kontaktlinsenflüssigkeit mit in die Klinik nehmen.

Neben diesen aufgezählten, persönlichen Dingen, die du in deiner Kliniktasche in die Klinik mitnehmen solltest, gehören auch persönliche Papiere. Dazu zählen der Mutterpass, der Personalausweis, die Krankenversicherungskarte, der Allergiepass – wenn vorhanden, der Einweisungsschein des Frauenarztes, das Familienstammbuch oder die Heiratsurkunde – wenn du verheiratet bist – oder die Geburtsurkunde und die Vaterschaftsanerkennung – wenn du nicht verheiratet bist.

Solltest du zuhause entbinden, ist es wichtig, eine große Packung starker Binden sowie weiches und saugfähiges Toilettenpapier bereitzuhalten. Diese Dinge werden in der Regel der frischgebackenen Mutter vom Krankenhaus zur Verfügung gestellt.

 

Alles im Griff: Dinge für den Geburtsablauf

Für den Geburtsablauf ist es sinnvoll folgende Dinge mitzunehmen: zwei bequeme, weite Hemden oder T-Shirts zum Wechseln, weil du während den Wehen und der Geburt bestimmt viel schwitzt. Warme Socken und eine Wärmflasche sind sinnvoll, da du während der Geburt vielleicht auch frieren wirst.

Für deine Haare solltest du einen Haargummi, eine Haarspange oder ein Haarband mitnehmen, um sie zusammenzuhalten. Einen Lippenbalsam für trockene Lippen, ein hautfreundliches Öl oder einen natürlichen Badezusatz bei einer Wassergeburt kannst du auch mitnehmen.

Verpflegung, wie zum Beispiel Tees, Fruchtsäfte, Obst, Traubenzucker oder Müsliriegel solltest du notfalls einpacken, falls die Geburt länger als erwartet dauert und du und der werdende Vater hungrig oder durstig werdet.

Zu guter Letzt empfiehlt es sich, eine Kamera mitzunehmen, um nach der Geburt von dem Neugeborenen in Mamas Arm die ersten Fotos zu schießen oder erste Videos zu drehen.

 

Das Kind kleiden: Strampler & Co

Wenn das Baby dann endlich auf der Welt ist, will es natürlich genauso gut wie die frischgebackene Mama versorgt werden. Dazu zählen neben der Muttermilch beim Stillen und der Körperwärme der frischgebackenen Eltern auch die eigens für das Neugeborene in die Kliniktasche eingepackte Sachen.

Dazu gehören einige Windeln, zwei Bodys in Größe 50 oder 56, ein Strampelanzug, ein Wickeljäckchen, ein Jäckchen und im Winter einen warmen Winteroverall und Handschuhe. Auch Söckchen, Mützchen, Spucktücher und eine Kuscheldecke solltest du für dein Neugeborenes in deine Kliniktasche packen. Weitere Informationen zu den notwendigen Dingen für dein Kind findest du unter Erstausstattung für’s Baby.

Eine Trageschale oder einen Autositz mit Decke kann dein Partner am Entlassungstag mitbringen, um das Baby sicher zu transportieren. Selbstverständlich darfst du auch schon einen Teddy oder ein anderes Kuscheltier als Geburtsgeschenk für dein neugeborenes Baby mit in die Kliniktasche packen.

Falls dir das Besorgen oder das Packen der Kliniktasche zu stressig ist, dann hast du heutzutage sogar die Möglichkeit dir bei einigen Anbietern im Internet eine bereits gepackte Kliniktasche zu bestellen. Allerdings solltest du dich davor gut informieren, ob auch tatsächlich alle wichtigen Dinge dort hinein gepackt wurden.

Übrigens: Tampons haben in einer Kliniktasche nichts zu suchen, da sie beim Wochenfluss, dem vaginalen Ausfluss nach der Geburt, nicht geeignet sind. Stattdessen solltest du gute Binden benutzen. Tampons solltest du frühestens erst sechs Wochen nach der Geburt verwenden. Bei Fragen diesbezüglich wendest du dich bitte an deinen Gynäkologen.



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